Grünkern from Boxberg
 Greenie
Hallo!
Ich bin Greenie,
Ihr Führer...äh,
Ihr Pfadfinder
in Sachen Grünkern.
Viel Spaß
auf Ihrer Reise!


Kurze Information
Herstellung des Grünkern
Die Heimat des Gruenkern
Feine Rezepte
Geschichte des Grünkern
important links



Kurze Info zum Därren

Die Säcke mit den Ähren mußten möglichst rasch zur Darre gebracht werden, da sonst eine qualitätsbeeinflussende Gärung einsetzen konnte. Die Grünkerndarren waren scheunenartige kleine Gebäude, die wegen der Feuergefahr außerhalb vom Dorf gebaut wurden. Der Unterbau bestand aus Ziegelsteinen mit einer eingebauten Feuerstelle. Die Darre selbst (über der Feuerstelle, siehe Bild) war zwischen 4 und 12 qm unterschiedlich groß und bestand aus einem durchlöcherten Eisenblech, auf das die Spelzähren geschüttet wurden. Das durchschnittliche Fassungsvermögen der Darren im Boxberger Raum bestand aus 8 bis 10 Säcken, jeder ca. 40kg wiegend. Geheizt wurde überwiegend mit  trockenem Buchenholz bei Temperaturen von 20%, höchstens aber 130 Grad C. Die Wärme (mit Rauch) stieg nach oben und bewirkte das Rösten der Spelzähren. Der Prozeß dauerte zwei bis drei Stunden, wobei ständig umgeschaufelt werden mußte um Verbrennungen auszuschließen. Während der Grünkernernte waren die Darren Tag und Nacht in Betrieb. Eile tat Not!

Die gerösteten Ähren wurden wieder in Säcke geschaufelt. Dabei muß die Temperatur unter 90 Grad gesunken sein, sonst konnte es nachträglich noch zu Verbrennungen kommen. Der nächste Weg führte nun in die Gerbmühle. Hier wird auch heute noch der Grünkern von den anhaftenden Spelzen getrennt.. Die Spelzen wurden verfüttert, der Grünkern einer Qualitätskontrolle unterzogen und dann als Korn, Grieß, Schrot oder Grünkernmehl verkauft.
Grünkerndarren sind heute noch einige wenige vorhanden, aber kaum noch genutzt.
(aus: Dr. Otmar Schickle, Die Grünkerngewinnung - einst und heute)

Eindrücke

Grünkernähre

Der Grünkern und seine Heimat:
Boxberg
Gästebuch           URL:http://www.gruenkern.de/darre.htm          Startseite